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Energiewende führt zu höheren Strom- und Erdgaspreisen zum 01. Januar 2021:

Verbrauchspreise bleiben stabil, Grundpreise ändern sich

Für die Stromkunden bleiben die Arbeitspreise, also die Verbrauchspreise für eine Kilowattstunde auch kommendes Jahr konstant. Der Anteil der staatlichen Steuern, Umlagen und Abgaben bleibt jedoch auch im nächsten Jahr auf einem sehr hohen Niveau. Zudem steigen im Netzgebiet der Stadtwerke die Gebühren für die Nutzung der Stromnetze deutlich an. „Wir werden im kommenden Jahr mehr für die Nutzung der Stromleitungen bezahlen müssen. Eine wesentliche Ursache für steigende Netzkosten ist der erforderliche Aus- und Umbau der Verteilernetze im Zuge der Energiewende. Auch das Übertragungsnetz muss ausgebaut werden, um den Strom zu den Verbrauchszentren transportieren zu können“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Günther. Diese Entwicklungen können, trotz gesunkener Einkaufspreise, leider nicht vollständig aufgefangen werden. Hieraus ergibt sich zum 01. Januar 2021 daher eine Anpassung der Grundpreise um monatlich 2,32 Euro brutto.
 
Im Gasbereich können die Arbeitspreise durch die erzielten Einkaufspreise ebenfalls stabil gehalten werden. Im nächsten Jahr allerdings gibt es im Bereich der Heizenergien in Deutschland eine staatlich vorgegebene Neuerung: Der Ausstoß von Treibhausgasen bei der Erzeugung von Wärme, wie sie unter anderem auch bei der Wärmeerzeugung aus Erdgas anfallen, bekommt einen Preis. Im Zuge des Klimaschutzprogramms 2030 wird vom Gesetzgeber zum 1. Januar 2021 das Brennstoffemissionshandelsgesetzt (BEHG) eingeführt. Die Bundesregierung möchte damit Anreize für ein umweltschonendes Verhalten setzen.
 
Bisher erfolgt in Deutschland die Förderung erneuerbarer Energien größtenteils über die EEG-Umlage, die lediglich für Strom anfällt und damit den Strompreis erhöht. „Mit der CO2-Bepreisung werden nun auch die Nutzer anderer Energieträger stärker an der Aufgabe des Klimaschutzes beteiligt“, so Peter Günther.
 
Die Einnahmen aus dem CO2-Preisen kommen direkt dem Klimaschutz zugute. Mit ihnen finanziert der Bund viele Maßnahmen, wie zum Beispiel Förderprogramme zur Gebäudesanierung. Der CO2-Preis wird genauso wie Steuern und Abgaben in die Energiepreise einkalkuliert. Dies führt insgesamt zu steigenden Erdgaspreisen. Im Fall der Stadtwerke Freudenstadt bedeutet dies eine Erhöhung der Erdgasgrundpreise zum 01. Januar 2021 um monatlich 3,97 Euro brutto.
 
Alle Kunden wurde bereits per Brief über die Preisanpassungen informiert.
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Redakteur / Urheber
Stadtwerke Freudenstadt GmbH & Co. KG