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Weltwassertag 2019: Wasser ist ein Menschenrecht
Das diesjährige Motto „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“


„Der Zugang zu sauberem Wasser ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht. Leider ist dieses Recht für viele Menschen auf der Welt noch immer nicht Realität. Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung und -aufbereitung sind notwendige Voraussetzungen für Entwicklung und Wohlstand. Die hohen Standards beim Trink- und Abwasser, wie wir sie aus Deutschland kennen, sind keine Selbstverständlichkeit.“, so Marius Greza, Leiter des Fachbereich Gas/Wasser/Wärme der Stadtwerke Freudenstadt.
„Die wichtigste Voraussetzung für die hohe Qualität des Trinkwassers hierzulande ist der Schutz der natürlichen Ressourcen“, erläutert Greza. Von 188 Milliarden vorhandenen Kubikmetern Grund-, Oberflächen- und Quellwasser werden in Deutschland pro Jahr nur etwa 2,7 Prozent gefördert. Das Wasser, das am Ende aus der Leitung kommt, ist qualitativ hochwertig, wie das Umweltbundesamt 2018 erneut bestätigte. Außerdem ist es das mit Abstand günstigste Lebensmittel in Deutschland: Ein Liter kostet im Durchschnitt nur 0,2 Cent. Der durchschnittliche Wassergebrauch in Deutschland ist seit 1990, bezogen auf die Abgabe der öffentlichen Wasserversorger im Bereich Haushalte und Kleingewerbe, um 20 Prozent gesunken. Mit Investitionen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro im Jahr 2018 legen die Wasserversorger in Deutschland großen Wert auf die Erhaltung der hohen Qualitätsstandards.

Auch die Verbraucher bewerten die Wasserversorgung in Deutschland weiterhin positiv. In einer aktuellen Umfrage des BDEW bescheinigen 79 Prozent der Befragten ihrem Trinkwasser gute bis sehr gute Qualität. Die Wasserversorger selbst genießen ebenfalls ein gutes Image unter den Verbrauchern: 70,5 Prozent sind mit der Leistung ihres Wasserversorgers in hohem beziehungsweise höchstem Maße zufrieden.
Die Stadtwerke Freudenstadt versorgen heute über 23.000 Menschen über 17 Speicheranlagen verschiedener Größenordnung und 4 Pumpwerke bzw. Druckerhöhungsanlagen. Basis für die Verteilung des Trinkwassers bildet ein über 170 km großes, in 20 Druckzonen untergliedertes Wasserversorgungsnetz. Rund die Hälfte des Wassers stammt dabei aus eigenen Quellen. Eine weitere wichtige Bezugsquelle stellt der Zweckverband Wasserversorgung Kleine Kinzig und der Zweckverband Schwarzbrunnen dar.
Zur Erfüllung ihres Versorgungsauftrages sind die Stadtwerke Freudenstadt bestrebt, die Wasserversorgungsanlagen auf dem neuesten Stand zu halten und für die Herausforderungen der zukünftigen Entwicklungen gewappnet zu sein. „Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Rohrnetzanalyse und -berechnung dient nun als wichtige Entscheidungsgrundlage für den Ausbau und die Optimierung des Versorgungssystems“, so Greza. Auch der Hochbehälter Birken in Wittlensweiler wurde im Jahr 2018 komplett saniert – die Anlage damit fit für die Zukunft gemacht.

Der Weltwassertag, 1992 von der UNESCO ins Leben gerufen, findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Ressource Wasser schärfen. Zum Weltwassertag 2018 hat die UN-Weltwasserdekade begonnen, die bis März 2028 andauert und mit der die Vereinten Nationen besonders auf die Themen Wasser und Gewässerschutz aufmerksam machen.
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Redakteur / Urheber