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Stadtwerke realisieren erstes Mieterstrom-Projekt


„Für die Mieter und Eigentümer ein Rundum-sorglos-Paket im Bereich der Heizung.“, erklärt Projektleiter Harald Rothfuß von den Stadtwerken. Auch die Anforderungen ans Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz für Neubauten werden durch den Einbau einer besonders effizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage erfüllt. Hierbei wird Strom erzeugt und die Wärme zum Beheizen des Gebäudes genutzt.
 
Erstmals zur Anwendung kommt vor Ort das sogenannte Mieterstrommodell. „Mieterstrom“ ist Strom, der an die Mieter innerhalb eines Wohngebäudes oder Wohnquartiers geliefert wird und aus einer Anlage stammt, die auf, an oder in dem Wohngebäude installiert ist. Die gesetzlichen Weichen dafür wurden im Jahr 2017 durch den Bundestag gestellt.
 
„Beim Mieterstrommodell profitieren Mieter vom sauberen und günstigeren Strom, der vor Ort mittels Photovoltaikanlagen und über Blockheizkraftwerke, erzeugt wird,“ erklärt Vertriebsleiterin Teresa Moosmann, von den Stadtwerken Freudenstadt. Mit der Teilnahme am Mieterstrommodell, die allen 16 Mietern im Objekt freisteht, wird somit ein Beitrag zur Energiewende geleistet und gleichzeitig ein Stück Unabhängigkeit vom Stromnetz erreicht. Bereits zweidrittel der Mieter haben ihre Teilnahme am Modell zugesagt.
 
Um ein solches Konzept auch abrechnungsstechnisch abbilden zu können bedarf es einer ausgeklügelten Technik aus einer Vielzahl von Zählern. Erst dadurch kann der vor Ort erzeugte Strom anteilig auf die einzelnen Mieter abgeben werden und fehlender Strom aus dem Netz bezogen werden. „Für die Stadtwerke Freudenstadt ist dieses Mieterstrommodell ein Pilotprojekt dem hoffentlich weitere folgen werden.“, so Moosmann.
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